Zertifizierte Prozesse
Die Prozesse der agt – agency for global transport sind nach ISO 9001, ISO 14001 und ISO 45001 durch TÜV SÜD zertifiziert.

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Ob auf einer langen Reise oder bei einer kurzen Fahrt mit dem Linienbus – viele Fahrgäste sind unsicher, ob sie sich im Bus anschnallen müssen. Grundsätzlich lautet die Antwort: Ja. Dies gilt jedoch nur unter bestimmten Bedingungen. Entscheidend dabei ist, ob der Bus überhaupt mit Sicherheitsgurten ausgestattet ist. Seit dem 01. Oktober müssen Reise- und Fernbusse verpflichtend mit Sicherheitsgurten an allen Sitzplätzen ausgestattet sein. Diese Regelung basiert auf §21a der Straßenverkehrsordnung (StVO), der vorschreibt, dass Sicherheitsgurte angelegt werden müssen, wenn sie vorhanden sind.
In allen Bussen, in denen ein Sicherheitsgurt vorhanden ist, gilt die Anschnallpflicht. Busse, welche vor Einführung der Pflicht der Ausstattung aller Sitzplätze mit Sicherheitsgurt, gebaut wurden, besteht keine Nachrüstpflicht.
In Linienbussen des öffentlichen Nahverkehrs besteht in der Regel keine Anschnallpflicht. Das liegt daran, dass diese ohne Gurt ausgestatten sind und das hat praktische Gründe. Die Busse sind für häufiges Ein- und Aussteigen sowie kurze Fahrtzeiten konzipiert. Viele Passagiere legen dabei nur wenige Haltestellen zurück. Außerdem sind Stadtbusse so gebaut, dass sie auch stehende Fahrgäste sicher befördern können. Insbesondere wären in Stoßzeiten ein Sitzplatz mit Gurt für alle gar nicht möglich, da diese nicht nur den Fahrgastwechsel verlangsamen, sondern auch die Flexibilität im Innenraum einschränken.
Obwohl die Pflicht eingeführt wurde, Sitzplätze mit Sicherheitsgurten auszustatten, besteht keine Nachrüstpflicht, weshalb das Anschnallen in älteren Bussen nicht möglich ist. Kinder unter drei Jahren sind von der Anschnallpflicht auch ausgenommen, sofern keine geeigneten Rückhalteeinrichtungen vorhanden sind.

Wer sich in einem Bus mit vorhandenen Sicherheitsgurten nicht anschnallt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Laut §21a der StVO kann dafür ein Verwarngeld verhängt werden, welches aktuell 30 Euro beträgt. Auch dem Fahrer kann ein Bußgeld verhängt werden, wenn dieser vor der Fahrt nicht auf die Anschnallpflicht hinweist.
Doch viel wichtiger als das Bußgeld ist das Sicherheitsrisiko. Bei einem Unfall oder einer Vollbremsung sind ungesicherte Fahrgäste nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Fahrgäste eine Gefährdung, z.B. wenn sie unkontrolliert durch das Fahrzeug geschleudert werden. Das gilt insbesondere in Reisebussen, die bei höheren Geschwindigkeiten unterwegs sind.
Sollte es während der Fahrt zu einer Verkehrskontrolle kommen, prüfen die Behörden nicht nur die Fahrzeugpapiere und die Fahrtauglichkeit, sondern auch die Einhaltung der Anschnallpflicht. Sollten die Fahrgäste trotz der Gurtpflicht sich nicht angeschnallt haben, kann das Konsequenzen für Fahrgäste und Fahrer haben.

In Bussen kommt es vor allem zwei Gurttypen zum Einsatz: der 2-Punkt-Gurt und der 3-Punkt-Gurt. Der 2-Punkt-Gurt, auch Beckengurt genannt, verläuft über das Becken und ist in vielen Reisebussen der Standard. Er bietet einen grundlegenden Schutz bei Unfällen oder plötzlich Bremsen und verhindert, dass Fahrgäste aus dem Sitz rutschen oder durch den Bus geschleudert werden. Der 3-Punkt-Gurt ähnelt dem Gurt aus dem Pkw – er verläuft über Schulter und Becken und bietet dadurch einen erweiterten Schutz für Oberkörper und Kopf. Moderne Busse, insbesondere neue Reisebusse werden zunehmend mit 3-Punkt-Gurten ausgestattet.
Abschließend ist die Anschnallpflicht im Bus mehr als nur eine Vorschrift – sie ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit aller Fahrgäste. Besonders im Reiseverkehr müssen vorhandene Gurte selbstverständlich genutzt werden. Ob Klassenfahrt, Firmenevent oder Shuttle-Service, bei agt legen wir höchsten Wert auf Sicherheit, Komfort und gesetzeskonforme Ausstattung. Gerne stehen wir für Anfragen bereit und sorgen für eine sichere Reise.

| 2-Punkt-Gurt | 3-Punkt-Gurt | |
|---|---|---|
| Befestigung | Zwei Befestigungspunkte | Drei Befestigungspunkte |
| Verlauf | Über den Schoß | Über Schulter und Schoß |
| Schutzwirkung | Nur Becken wird gesichert | Becken und Oberkörper werden gesichert |
| Sicherheitsniveau | Höheres Verletzungsrisiko bei Kollisionen | Deutlich reduzierte Verletzungsgefahr bei Unfällen |
| Verwendung | Flugzeuge, ältere Busse, Rücksitze | Autos (vorne & hinten), moderne Busse |
| Komfort | Einfach anzulegen | Einfach anzulegen, vermittelt höheres Sicherheitsgefühl |
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